Exkursion in den Steinberg-Steinbruch in Oberlinxweiler!

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Halden, die anmuten wie Berge. Höhlungen, in denen selten gewordene Tiere wie die Fledermaus nisten. Ein Weiher, den die Menschen Silbersee getauft haben. Der Steinbruch in Oberlinxweiler bei St. Wendel hat eine bewegte, geradezu ambivalente Geschichte. Intensiv griff der Mensch in das ehemalige Waldareal ein, um Basalt abzubauen, schuf dabei aber eine Szenerie, die der aus Karl Mays Erzählungen in nichts nachsteht.

Gruppenbild Steinbruch

Helmut Jochem gibt immer wieder gerne jene Anekdote zum Besten, in der er einige Jugendliche, die ebendort eine Grillfete veranstalteten und neben dem Anblick des Steinbruchs auch dem Genuss des Gerstensafts frönten, dazu bewegte, ihren anfallenden Unrat zu entsorgen und darüber hinaus fünf Minuten lang dem Gesang der Geburtshelferkröte zu lauschen. Er verfällt förmlich ins Schwärmen, wenn er schildert, wie sich das Quaken der Krötenmännchen und -weibchen in verschiedenen Tonlagen verstärkt durch die schroffen Felswände zu einem Orchester der Natur zusammenfügt. Grund dazu hat er allemal. Denn maßgeblich dem Engagement des Naturschützers ist es zu verdanken, dass der Steinbruch nicht zur Mülldeponie, sondern zum Naturschutzgebiet wurde!

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Die beschriebene Euphorie ließen wir als BUNDjugend auf uns einwirken und veranstalteten am 03. April eine Exkursion tief in den angesprochenen Steinbruch. Mit neun Teilnehmern gut besucht begaben wir uns auf den Weg zum Silbersee, während Helmut uns mit Informationen zur Ökologie und zur Geschichte des Areals versorgte. Nicht mal das regnerische Wetter konnte unsere Stimmung trüben und so verlebten wir atmosphärische Stunden in Oberlinxweiler, bevor der Trubel des Alltags uns wieder einholte.

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