Bericht über unsere Klimaschutz Jetzt!-Aktion zur COP 21

Ein Eisbär in der Einkaufsstraße?

Die besinnliche Adventszeit in Saarbrücken, der kleinen Stadt an der Saar. Alle Jahre wieder tummeln sich die Menschen auf dem Weihnachtsmarkt am St. Johanner Markt und der Bahnhofstraße. Zahlreiche Verkaufsstände und das, was die Mehrheit der Saarbrücker als weihnachtliche Atmosphäre bezeichnet, prägen das Bild. Mehrmals täglich fliegen der Weihnachtsmann und das Christkind sogar „höchstpersönlich“ über das Szenario hinweg. Die Bespaßungsindustrie alljährlich in vollem Gange.
Dass zeitgleich die Klimakonferenz in Paris am 12. Dezember in die Verlängerung geht, um ein weltweites Klimaabkommen zu beschließen, stößt hier vermutlich auf wenig Interesse. Auch die nahezu herbstlichen Temperaturen Mitte Dezember 2015, dem global wärmsten Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnung, vermögen nicht, die Weihnachtsstimmung zu trüben.

FB_IMG_1452262911342Grund genug für die BUNDjugend Saar, dem etwas entgegenzusetzen. Die BUND-Saar-FÖJler Eva Balzert und Paul Rothgerber sowie die BUND-Vorstandsmitglieder Katrin Buzcek und Christoph Eckert haben tief in die Trickkiste gegriffen, um eine erfolgreiche BUJU-Aktion in der Bahnhofstraße durchzuführen. Im Rahmen der bundesweit stattfindenden „Klimaschutz Jetzt!“- Demonstrationen in 16 deutschen Städten hatte die BUNDjugend Saar es sich zum Ziel gesetzt, die Saarbrücker in die Verhandlungen um den Klimavertrag einzubeziehen.

Mittels Klimabotschaften auf Papptransparenten konnten die Passanten an diesem 12. Dezember Position zur Klimapolitik beziehen und den Verantwortlichen in Paris geradeheraus eine Stellungnahme senden, um Druck auf die Verhandlungen auszuüben. Ermöglicht wurde dies durch den BUNDjugend-Bundesverband, der die entstehenden Fotos sammelte und via Internet nach Paris übermittelte. „Wir wollen nicht im Treibhaus leben!“ lautete beispielsweise eine der besagten Botschaften. Trotz ihrer Symbolkraft hätte allein diese Vorgehensweise wohl nur wenige Menschen inmitten des Weihnachtstrubels erreichen können. Um dennoch Passanten für sich einzunehmen und Aufmerksamkeit in der Fußgängerzone zu erhalten, schlüpfte ein unerschrockener FÖJler in ein nahezu lebensechtes Eisbärenkostüm.

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Von der Anziehungskraft eines Polarbären in der Innenstadt beflügelt zogen die BUNDler vom Haus der Umwelt aus in die Bahnhofstraße los und entwickelten sich zu einer regelrechten Attraktion. Obwohl der Eisbär zunächst vorwiegend als Fotomotiv mit Kleinkindern und Schaulustigen beansprucht wurde, verbuchte die BUNDjugend mit dieser unterhaltsamen Protestaktion einen Erfolg. Über die mehr als 50 angefertigten Fotobotschaften hinaus ergaben sich zahlreiche Gespräche mit Passanten, deren Bewusstsein für die Klimaproblematik geschärft wurde. Obendrein war es den Vieren gelungen, öffentlichkeitswirksam als BUND in Erscheinung zu treten. „Das Fazit ziehen wir durchweg positiv. Wir hatten Erfolg darin, die Saarbrücker mittels einer verbindenden Herangehensweise auf unser Anliegen, den Klimaschutz, aufmerksam zu machen und haben als BUNDjugend viel lobende Rückmeldung und Öffentlichkeit erhalten.“, fassen die vier Teilnehmer die Aktion zusammen.

Alle Fotos mit den Klimabotschaften findet Ihr hier. Viel Spaß beim Anschauen!