Atommahnwache zum 30. Jahrestag von Tschernobyl

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Mahnwache gegen den „nuklearen Gedächtnisschwund“

Die Gefahren, die mit der Nutzung der Kernenergie verbunden sind, werden gerne verdrängt und geraten so in Vergessenheit. Sie sind damit aber nicht verschwunden.

Mit einer Mahnwache erinnerte der BUND Saar gemeinsam mit der BUNDjugend am 11. März am St. Johanner Markt in Saarbrücken an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl, die sich vor 30 Jahren ereignet hat. Damals breitete sich eine radioaktive Wolke über ganz Europa aus, und eine Fläche von 40.000 Quadratkilometern wurde so stark verseucht, dass sie bis heute nicht wieder besiedelt werden kann. Über 100.000 von insgesamt 850.000 Einsatzkräften sind mittlerweile an Krebs gestorben. Sogar in Süddeutschland trat häufiger Schilddrüsenkrebs auf.

Vor 5 Jahren gab es in Fukushima nach einem Erdbeben in drei Kernreaktoren jeweils eine Kernschmelze. Dabei wurde das Meer um Fukushima hochgradig verseucht. Es ist davon auszugehen, dass sich die radioaktiven Substanzen weiträumig verteilen und in den Nahrungsketten von unten nach oben anreichern werden. In einem Radius von dreißig Kilometern mussten alle Anwohner evakuiert werden, 100.000 bis 150.000 Menschen haben das Gebiet verlassen und werden nie wieder in ihre Heimat zurückkehren können. Immer noch gelangt kontaminiertes Kühlwasser permanent in die Umwelt. Nach einem größeren Störfall ist ein Kernreaktor nicht mehr beherrschbar. Der BUND fordert daher einen schnelleren Ausstieg aus der Kernenergie.

 

Die Mahnwache war ein voller Erfolg!

Unser Auftritt am Brunnen am St. Johanner Markt zog viel Aufmerksamkeit auf sich. Der mit Trauerkerzen dekorierte Brunnen stimmte die Zuhörer der beiden Reden nachdenklich, unsere großen Banner und Fahnen machten auch den vorbeilaufenden Passanten deutlich, wie dringend unser Anliegen ist.

Sogar in die Saarbücker Zeitung kamen wir mit unserer Aktion!

Mahnwache Zeitung

Unser Youtube-Video mit Eindrücken der Mahnwache findet Ihr hier!